Seit einigen Monaten ist der erste Windpark auf Korbacher Gebiet in Betrieb: der Windpark Marke im Strother Wald. Bei Nieder-Schleidern geht in Kürze der nächste Park komplett ans Netz. Im Welschen Lied zwischen Lengefeld, Lelbach, Rhena und Goldhausen laufen aktuell die Vorarbeiten für weitere Windenergieanlagen.
Grund genug für die Korbacher Stadtbrandinspektoren das Thema auch bei der Feuerwehr in den Fokus zu nehmen. In der vergangenen Woche waren alle Führungskräfte der Korbacher Wehren (Kernstadt und Ortsteile) zu einer Schulungsveranstaltung eingeladen. Das Interesse an dem Thema war enorm, es gab quasi keine Absagen.
Als Referent stand Marius Lange, Prokurist der Verbands-Energie-Werk GmbH (VEW), zur Verfügung. Die VEW ist eine 100%ige Tochter von Energie-Waldeck-Frankenberg (EWF) und betreibt den Windpark Marke.
Im ersten Teil der Schulung ging es im Lehrsaal des Stützpunktes um die theoretischen Daten und Fakten. Der Aufbau und die Wirkungsweise von Windenergieanlagen wurden erläutert. Im Mittelpunkt standen natürlich die sicherheitsrelevanten Elemente.
Auf der Basis des zur Verfügung stehenden Feuerwehrplanes ging Stadtbrandinspektor Carsten Vahland auf einsatztaktische Elemente ein. Eine Brandbekämpfung kann in der Regel nur am Boden erfolgen. Für die Gondel in Nabenhöhe stehen technische Lösch- und Sicherheitseinrichtungen zur Verfügung.
Eine Hauptaufgabe für die Feuerwehren besteht im Brandfall auch darin, die unterschiedlich definierten Absperrbereiche einzurichten und zu kontrollieren.
Der zweite Teil der Führungskräfteschulung bestand aus einer Exkursion in den Windpark Marke. Hier konnten einerseits die Dimensionen der Anlagen nochmals vor Ort erfahren werden, anderseits wurde auch das Turminnere einer Anlage besichtigt. Alle Fragen konnten von den Fachleuten umfassend beantwortet werden.
Schadensereignisse an Windenergieanlagen sind relativ selten, sehr oft können diese auch von den Betreibern selbst beherrscht werden. Dennoch ist es wichtig, die zuständigen Freiwilligen Feuerwehren frühzeitig einzubinden.
Für die Korbacher Stadtbrandinspektoren ist es wichtig, dass alle Wehren mit den einsatztaktischen Maßnahmen vertraut sind. Nur so kann im Einsatzfall eine reibungslose Zusammenarbeit gewährleistet werden.
Vahland dankte allen teilnehmenden Führungskräften, die nunmehr als Multiplikatoren in den einzelnen Wehren wirken. Der Dank ging aber auch an die VEW GmbH, insbesondere an Marius Lange und sein Team.





